Adventuretime - Milena on Tour

Meine Erlebnisse in Ghana und Neuseeland

 
06Juni
2017

Indonesien - Endlich wieder warm, bunt und durcheinander

"Endlich wieder warm, bunt und durcheinander", das waren meine ersten Gedanken, als ich vor 3 Wochen auf Bali aus dem Flugzeug gestiegen bin. Erst hier ist mir aufgefallen, wie ich das alles, was für mich 5 Monate in Ghana alltäglich war, echt vermisst habe.

Schon am ersten Tag habe ich mich aufm Roller und mit ein paar anderen aus meinem Hostel, ins große Getümmel von Kutas Straßen gestürzt. Für uns ging es nach Uluwatu, eine recht große Tempelanlage, super schön gelegen an steilen Klippen. Hier muss man echt aufpassen, dass einem die frechen Affen die Sonnenbrille nicht vom Kopf klauen.
Abends hat mich Hannah, eine Freundin aus Leverkusen, im Hostel überrascht und wir sind top gelaunt, mit dem Roller noch ein kleines Ründchen durch die Straßen gedüst. Die gute Laune war jedoch ziemlich schnell verflogen, als zwei Typen aufm Roller an uns vorbei fuhren und Hannah ihre Tasche vom Hals rissen. Wir haben noch versucht die beiden einzuholen, doch nach ein paar Sekunden hatten wir sie aus den Augen verloren. Handy, Reisepass, komplettes Portemonnaie... Und schon wieder ging das Theater von vorne los, das kann echt nicht sein.
Somit hieß es für Hannah dann am nächsten Tag, auf ins Flugzeug nach Jakarta zur deutschen Botschaft.

Uluwatu Tempel

Uluwatu Tempel Uluwatu Tempel

Für mich ging es mit Luisa, einer weiteren Freundin aus Leverkusen, die mittlerweile auch angekommen war, nach Ubud.
Auf einem kleinen Roller, den wir uns für drei Tage gemietet hatten, haben wir uns auf den Weg in die Mitte der Insel gemacht. Es war wirklich schön, aus dem überfüllten Teil raus zukommen, durch kleine Dörfer und an Reisfeldern vorbei zufahren.
In Ubud haben wir uns die Reisterassen angeschaut, waren in verschiedenen Tempeln und haben eine Sonnenaufgangswanderung, auf den Mt Batur gemacht. Hier lernt man die Insel wirklich kennen, während Kuta im Süden eher wie unser Malle für die Australier ist.

Reisterrassen Ubud

Reisterrassen Ubud Reisterrassen Ubud

Mt Batur bei Sonnenaufgang

Wassertempel Pura Tirta Empul

Tanah Lot Tempel

Nach einer Woche auf Bali, ging es dann weiter auf die umliegenden Inseln. Zunächst waren wir auf Nusa Lembongan, dann kamen Gili Trawangan und Gili Air und zuletzt Lombok, bevor es dann zum Abflug zurück nach Bali ging.
Traumhafte Strände, leckeres Essen, Schnorcheln und Massage standen auf dem Programm.

Nusa LembonganGili Trawangan Gili Trawangan

 

Auf Gili Air haben wir die längste Zeit verbracht. Hier haben wir uns für 4 Tage eine kleine Hütte direkt aufm Strand mit Blick aufs Meer gemietet. Es war keine große Ferienanlage, die man auch online finden kann, sondern einfache, traumhafte Hütten, die von einem Einheimischen vermietet werden. Somit war auch mal wieder Eimerdusche angesagt.
Abends haben wir dann schön vor unserer Hütte gechillt und zu Gesang und Gitarrenmusik von den Besitzern gelauscht.
Gili Air ist im Gegensatz zu Gili Trawangan deutlich entspannter, nicht nur auf Party ausgelegt und somit auch weniger touristisch.

Lombok ist ähnlich groß wie Bali, nur wesentlich unbekannter und hügeliger. Also hieß es nochmal ab auf den Roller, Berg hoch, Berg wieder runter und von der einen einsamen Bucht zur nächsten.

Jetzt ist auch der letzte Teil meiner Reise vorbei und Indonesien ist wirklich wunderschön. Ich kann es garnicht glauben, dass es jetzt nach 8,5 Monaten wieder nachhause geht und all das, wodrauf ich vor einem Jahr noch so hin gefiebert habe, jetzt hinter mir liegt. Es ist schon traurig, dass jetzt alles vorbei ist, aber ich freue mich riesig auf meine Familie, meine Freunde, mein Zimmer und viele andere Sachen.

Ich bin wirklich froh, über die ganzen lieben Menschen, die ich kennen gelernt habe, über alles was ich erlebt habe und freue mich jetzt schon unglaublich auf meine nächste Reise.

Home Sweet Home

"Der wichtigste Tag einer Reise ist der Tag der Heimkehr. Das Geheimnis einer geglückten Reise besteht darin, dass sich Fernweh von Tag zu Tag in Heimweh verwandelt."

 

14Mai
2017

Never Ending Rollercoaster

 Die letzten 4,5 Wochen zusammen zufassen ist definitiv alles andere als einfach!

Zunächst einmal stand ein großes Wiedersehen an. Ich habe mich einfach unglaublich gefreut, als ich Mara nach über 7 Monaten in Greymouth vom Bahnhof abgeholt habe. Von hier aus sollte unsere Reise zusammen weiter gehen.

Ich habe meine Zeit "alleine" wirklich sehr genossen, habe viele super nette Leute kennen gelernt und es war schön einfach nur auf mich gestellt zu sein und das zu machen was ich wollte. Genauso habe ich mich aber auch gefreut, ab dem Zeitpunkt durchgängig jemanden bei mir zu haben und die Erlebnisse später zuhause mit einer Freundin teilen zu können.

Leider hatten wir jedoch alles andere als Glück... Am Tag nach Maras Ankunft sind wir morgens aufgewacht und unsere beiden Handgepäckrucksäcke waren weg, welche nachts aus unserem Zimmer im Hostel raus gestohlen wurden.

Und damit begann für uns eine kleine Achterbahnfahrt mit ein paar zu vielen Loopings...
Unsere wichtigsten Sachen, viele persönliche Gegenstände und leider auch Maras Reisepass fehlten. Auch nachdem unsere Rucksäcke unglaublicher Weise, nach einer Woche wieder gefunden wurden und kaum etwas fehlte, klärte sich leider noch nicht das Reisepass Problem. Der Reisepass war beschädigt und durch sämtliche Feiertage zog sich das Thema ziemlich in die Länge, führte uns schließlich früher, als geplant, nach Christchurch und selbst im Anschluss konnte uns keiner eine offizielle Antwort geben, ob sie mit diesem Reisepass noch weiter reisen kann. Die Tendenz war jedoch deutlich: Asien ist, was das Thema angeht, sehr kritisch und somit wird Mara leider nicht mit nach Bali kommen...

Trotz des ganzen Hin und Her hatten wir trotzdem auch eine echt schöne Zeit.

Nach Greymouth ging es weiter nach Franz Josef, einem kleinen Dorf, welches für seinen Gletscher bekannt ist. Neben dem Gletscher ist es aber auch ein super Ort, um einen Skydive zu machen. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Es war einfach ein unglaubliches Gefühl aus einer Höhe von 13000ft, zwischen Meer und Bergen, aus dem Flugzeug zu springen.

    

Weiter ging es an der Westküste entlang und ins Inland nach Wanaka und Queenstown. Hier began unsere Zelt-Saison, da es auf Grund der Schulferien leider keine freien Unterkünfte mehr gab. Anfangs war es wirklich eher eine Qual bei den Temperaturen, aber nach ein paar Nächten konnten wir uns, dick eingepackt in sämtliche Schichten, auch mit unserem schicken, grünen 2-Mann-Zelt anfreunden.
Beide Städte sind wunderschön, liegen direkt an einem See, sind umgeben von Bergen und definitiv meine Lieblingsstädte hier.

Von Queenstown aus haben wir unter anderem auch einen Tagesausflug zum Milford Sound gemacht. Dieser liegt im Fiordlandnationalpark und alleine die Fahrt dorthin, entlang steiler Felswände, ist super beeindruckend. Bei der Bötchentour durch den Milford Sound selbst hatten wir dann sogar das Glück Delfine zusehen.

Mit unserem lieben Auto Oscar haben wir uns dann auf den Weg ganz in den Süden gemacht und sind durch die Catlins, an Wasserfällen und steilen Klippen vorbei, nach Christchurch gefahren und von dort weiter nach Kaikoura.

Die letzte Woche waren wir jetzt nochmal wieder ein gutes Stück weiter südlich in Dunedin, einer süßen Studentenstadt mit der steilsten Straße der Welt. Von hier aus haben wir mit unserem roten Flitzer Sybille, eine letzte Fahrt am Mt Cook, dem höchsten Berg Neuseelands, und den beiden Gletscherseen Pukaki und Tekapo vorbei gemacht, bevor es dann noch ein zweites Mal nach Christchurch ging.

Lake Pukaki Lake Pukaki Church of the Good Shepherd

 

 

85 weiße Stühle als Andenken an das Erdbeben 2011

Nun sitze ich schon wieder am Flughafen und in ein paar Stunden mache ich mich auf nach Bali, mein letzter Stop, bevor ich dann in weniger als 3 Wochen wieder zuhause eintrudeln werde.

 

05Mai
2017

Auf, auf - Die Südinsel kann kommen

Nun bin ich schon wieder 6 Wochen von den kuscheligen Schafis weg und befinde mich mittlerweile an der Ostküste in Christchurch auf der Südinsel.
Mal wieder verrückt, wie die Zeit an einem vorbei fliegt!!

Nach meinem letzten Blogeintrag war ich für ein paar Tage in Wellington, habe Marie, eine Freundin aus Leverkusen, getroffen und auch Jakob nochmal wieder gesehen. Das war echt super schön, ein paar bekannte Gesichter wieder zutreffen und dann im Hofbräuhaus München das ein oder andere Bierchen zu trinken.

Jakob, Marie und Ich Aussicht vom Mt Victoria ueber Wellington

Mit der Fähre ging es von Wellington nach Picton, auf die Südinsel. Auch wenn ich mit dem Wetter leider nicht so viel Glück hatte, war es super schön durch die Marlborough Sounds in den kleinen Hafen rein zufahren und vor allem diese am nächsten Tag auch nochmal bei schönem Wetter angucken zu können.
Dort habe ich Rachel aus England kennen gelernt und mit ihr zusammen festgestellt, dass wir so ziemlich die gleichen Pläne haben.
Also ging es für mich dann zunächst das erste mal Couchsurfern in Nelson und dann auf eine 3 Tägige Wanderung mit Rachel im Abel Tasman Nationalpark.

Beim Couchsurfen bieten Einheimische ihre Sofas oder auch freie Betten für arme Backpacker wie mich an. Das macht wirklich total viel Spaß! Man lernt Einheimische kennen, hat einen kostenlosen Schlafplatz, erfährt einfach viel über die Umgebung und bekommt super Tips. Oft ist man auch nicht der einzige Couchsurfer und so war auch ich während meiner 4 Tage keine Nacht alleine und habe Kanadier, Belgier, Schweizer und Polinnen kennen gelernt.

Die Wanderung im Abel Tasman Nationalpark war wirklich ein Traum. Goldene Strände, Türkises Wasser, kein Tropfen Regen und ganz viel gute Laune. Da hatten wir echt Glück, da mein kleines, süßes, grünes Zelt nicht wirklich wasserdicht ist...

Der nächste Stop auf meiner Reise war dann Takaka, ein süßes Dorf die Küste weiter hoch am Golden Bay. Von hier aus bin ich mit Maria weiter gereist zum Wharariki Beach. Ich denke die Bilder sprechen für sich...

Ganz schoen herbstlich hier...

Sonnenuntergang am Wharariki Beach

Nach einem erneuten Zwischenstopp in Nelson war unser Ziel der Nelson Lakes Nationalpark weiter südlich. Zwei Seen von Bergen eingerahmt, so ziemlich Mitten im Nichts, aber definitiv sehenswert.

Nelson Lakes Nationalpark

Das Wetter war ein Traum und ich habe es wirklich genossen, bevor es ein paar Tage später dann an die ziemlich raue Westküste nach Punakaiki ging. Dieser Küstenabschnitt ist zwar wirklich beeindruckend, jedoch auch bekannt für schlechtes Wetter, welches vor mir leider absolut keinen Halt gemacht hat.

Auch wenn ich mich schon wieder ganz woanders befinde, höre ich an diesem Punkt erstmal auf. Über meine letzten 4,5 Wochen in diesem wunderschönen Land schreibe ich dann in meinem nächsten Post.

25März
2017

Einmal die Haare schön, bitte!

Die vergangene Woche verlief etwas anders, als meine bisherige Zeit in Neuseeland, weshalb diese jetzt auch einen eigenen Blogeintrag verdient hat.

Ich hatte schon von Anfang an den Wunsch, Neuseeland nicht nur als Touri zu bereisen, sondern auch mal das wahre Kiwi-Leben kennen zu lernen. Da ich die ersten 4 Wochen schon super viel gesehen und nie länger als 2 Nächte an einem Ort geschlafen habe, bot es sich perfekt an, mal eine kleine Pause einzulegen. Hierfür habe ich mich online bei HelpX angemeldet, wo Familien Unterkunft und Verpflegung für ein paar Stunden Arbeit am Tag anbieten (wwoofing).

Ziemlich schnell hatte ich dann die Einladung von Geoff und Sheryl, auf deren Farm zu kommen. Somit ging es für mich am Sonntag nach Waiouru, was so ungefähr Mitten im Nichts liegt und über 8000 Schafe und 400 Rinder auf 10000ha Land warteten auf mich.

Die Aussicht von der Terasse

Bei Familie Donald war ich bei mega lieben Menschen gelandet und hatte eine witzige, entspannte Woche und habe super viel Neues gelernt und machen dürfen.

Wir haben unter anderem einen neuen Zaun gebaut, Herden mit dem Quad auf andere Weiden getrieben und uns um die Jungtiere gekümmert.

Einmal Mittagessen.. Auf dem Quad rum fahren macht definitiv am meisten Spaß!

Kurzes Päuschen...


Die Lämmer wurden alle vor etwa 6 Monaten geboren und sehen mit ihren 40kg doch auch nicht mehr so richtig nach Lamm aus. Sie bekommen jedoch innerhalb des 1. Jahres, einmal im Monat Wurmmittel zugefüttert und da für die meisten Lämmer das schöne Schafsleben bald schon ein Ende hat, mussten wir auch noch die Hinterteile säubern.
An zwei Tagen haben insgesamt gut 450 Tiere die Haare schön bekommen, zumindest an ihrem Hinterteil. Es hieß dann, ich solle die Schafe einfach an ihren Vorderbeinen packen, auf den Rücken drehen und zu Geoff zum Schären ziehen. Puuh, das war echt anstrengend und nach den ersten 15 Schafen haben wir dann die Arbeitsaufteilung zum Glück ein bischen geändert.laughing Am nächsten Tag habe ich mich aber trotzdem so gefühlt, als hätte ich zwei Stunden Arme und Rücken trainiert. Zur Entspannung haben wir dann aber manche Abende, mit Blick auf Mount Ruapehu und unter einem mega Sternenhimmel, im Whirlpool auf der Terasse ausklingen lassen.

 

Schon ein schönes Scafsleben hier

Selfietiiime

Und genau so durfte ich die Guten auch einfangen Mit meinen Girls :D Wir haben die Popos schön, wir haben die Popos schön...

Ansonsten habe ich natürlich auch mal in der Küche geholfen, Fenster geputzt, gefegt oder Wäsche aufgehängt und zwischendurch Geoff zugeguckt, wie er seine Hunde trainiert die Schafe einzutreiben.
Sheryl hat super lecker gekocht. Es gab viel Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, also all das, was bei mir die letzten Wochen definitiv zu kurz gekommen ist.

Zum Abschluss ging es dann für uns gestern Abend noch in einen Pub auf einer anderen Farm, 10km weiter Mitten ins Nichts. Dort treffen sich jeden Freitag alle möglichen Farmer der Umgebung, trinken ein paar Bierchen zusammen, spielen Dart und tauschen den neuesten Tratsch aus. Das hatte definitiv was!

  Im Pub mit Jack, Sheryl und Geoff

Es war also wirklich eine coole Woche! Neben den paar Stunden Arbeit am Tag, habe ich einfach mal gechillt und ich habe es echt genossen!!

Da unten habe ich eine Woche gewoht, wirklich Mitten im Nichts

16März
2017

New Zealand - You are beautiful!

So ihr Lieben, hier jetzt mein erstes Lebenszeichen aus Neuseeland! 

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, ist das mit dem WLAN nicht mehr ganz so einfach, wenn man durchgängig unterwegs ist. Aber ich versuche jetzt mal meine ersten vier  Wochen zusammen zu fassen!
Nachdem ich in Ghana, nach einem nicht ganz so leichten Abschied, das Haus verlassen habe, war ich gut 40 Std unterwegs, bis ich dann endlich in meinem Bettchen in Auckland lag. Alles hat ohne Probleme geklappt und mir geht's super hier in Down Under. 

Die ersten Tage habe ich mir die Stadt angeguckt, war auf Waiheke Island, habe von verschiedenen Hügeln, die Aussicht über Auckland genossen und hatte lustige Spieleabende im Hostel.

  Auckland vom Mount Eden Aucklands Skyline Sonnenuntergang über der Harbour Bridge in Auckland Waiheke Island

Waiheke Island

 

Für die nächsten 5 Tage ging es dann mit Lucia, Jakob und  Leon im Northland, dem Gebiet über Auckland, weiter und es war wirklich traumhaft schön. 
Neben dem Besuch des Waipoua Forest mit seinen riesen Kauri Bäumen, waren wir auch am Cape Reinga, sind am 90 Miles Beach mit dem Auto rum gecruist, haben am Strand unterm Sternenhimmel gezeltet und haben an vielen super schönen Stränden Zwischenstopps eingelegt und die Sonne genossen. Ich muss allerdings sagen, dass trotz 24 Grad meine Fleece Jacke nie weit sein darf. An diese "kühlen" Temperaturen muss ich mich erstmal wieder gewöhnen.laughing

 

Im Waipoua Forest

  Spirits Bay

Cape Reinga ist einer der nördlichsten Punkte Neuseelands, mit einem Leuchtturm an der Spitze. Hier hat man, wie an so vielen Orten in Neuseeland, eine unglaubliche Aussicht und kann super erkennen, wie Tasman Sea und der Pazifische Ozean aufeinander treffen.

  Cape Reinga

Nachdem uns Lucia und Leon dann verlassen hatten, ging es für Jakob und mich mit Iuliana und Dan auf die nächste Etappe meiner Reise, an die Spitze von Coromandel Peninsula. Die Küstenstraßen hier sind wirklich ein Traum, da machen alleine schon die Fahrten Spaß. 
Eigentlich wollte ich mich ab hier abklinken und noch ein Stück weiter Richtung Osten, da aber alles gerade so gut gepasst hat, bin ich noch für zwei weitere Nächte mit nach Raglan an die Westküste gefahren zum Surfen. Das hat sich definitiv gelohnt! 

Ja, Schafe gibt es viele hier... Kochprofi

Cathedral Cove Surfen in Raglan

 

Danach hieß es dann aber für mich, diese nette Reisegruppe verlassen und Rotorua besichtigen. Rotorua ist ein geothermisches Gebiet, wo es überall blubbert, dampft und in jeder Ecke nach Schwefel riecht. Hier gibt es viele natürliche heiße Quellen und Seen in den ungewöhnlichsten Farben. Schon faszinierend, wenn man weiß, dass dies alles natürlich ist.
Zwei Tage war ich hier dann alleine unterwegs, wobei man ja in Hostels nie wirklich "alleine" ist, bevor ich meine jetzigen Travelmates Ronja und Janick getroffen habe.

  Rotorua Lake Rotorua mit dampfenden Quellen

Lady Knox Geyser

Champagne Pool

 

Für uns ging es dann weiter Richtung Süden nach Taupo, was am größten See Neuseelands liegt. Nachdem wir zwei ziemlich kalte Nächte im Auto verbracht haben, hatten wir dort das Glück, bei einem Einheimischen schlafen zu dürfen. Das beeindruckt mich immer wieder, wie freundlich und offen die Neuseeländer einfach sind. Es war echt mal wieder Luxus mit einem warmen Tee gemütlich auf einem Sofa chillen zu können und dann in einem weichen Bett zu schlafen. In Taupo waren wir dann an den türkis blauen Huka Falls und haben uns durch alle möglichen Sorten, des für Neuseeland berühmten, Manuka Honig getestet. Lecker schmecker!!

  Huka Falls

Hier haben wir uns spontan dazu entschieden noch einen Abstecher an die Ostküste nach Napier und Hastings zu machen, da wir zu dem Zeitpunkt leider ein bischen im schlechten Wetter fest hingen, bevor es dann für das Tongariro Crossing zurück in die Mitte des Landes ging.

  Am Strand entlang zum Cape Kidnappers

Das Tongariro Crossing ist eine Tageswanderung über 19,4km im Tongariro Nationalpark, bei welcher man an super vielen verschiedenen schönen Landschaften vorbei kommt. Leider sind wir bei Sturm und Regen durch Graslandschaften und über Geröllfelder bis hoch zum Red Crater gelaufen. Auf der anderen Seite des Red Crater wurde das Wetter aber immer besser, wir hatten eine super Sicht auf die Emerald Lakes und man kommt aus dem Staunen garnicht mehr heraus. Wirklich wunderschön!

 

  Am Red Crater Emerald Lakes

Auch gestern waren wir wieder einen Tag um den Mount Taranaki, an der Westküste bei New Plymouth, unterwegs und konnten nicht so ganz glauben, vor was einem Postkartenmotiv wir da gerade stehen.

  Mt Taranaki - wie im Bilderbuch

 

Nun liege ich gerade mit meinem Tablet auf schwarzem Sand am Strand in New Plymouth, nutze das freie WLAN aus und kann euch endlich mal ein Update über meine Zeit hier geben. Ab morgen werde ich vorerst wieder alleine unterwegs sein und ich bin schon gespannt, wie die nächsten Tage und Wochen für mich aussehen werden. Denn geplant wird hier nicht viel, sondern das Meiste passiert einfach spontan. Ich habe definitiv schon viele nette Menschen kennen gelernt, von interessanten Reisen gehört und bis jetzt noch keinen Ort gefunden, der mir nicht gefallen hat. Neuseeland ist einfach unglaublich schön!

  Hier chille ich gerade und schreibe :D

Ganz, ganz liebe Grüße vom anderen Ende der Welt,

wünscht euch Milenakiss

16Februar
2017

Let the journey continue

5 Monate sind jetzt einfach schon um! Wo ist die Zeit geblieben?

Nach 153 Tagen Ghana werde ich jetzt heute Abend dieses schöne, kunterbunte Land, mit seinen lieben Menschen, verlassen und mich für die nächsten 1,5 Tage größten Teils in der Luft, auf dem Weg nach Neuseeland, befinden.

 

Meine Gefühle sind total gemischt. Einerseits freue ich mich unglaublich, wieder ein neues Land und neue Leute kennen zu lernen und aus dem Alltag, der sich mit der Zeit eingespielt hat, wieder heraus zu kommen.

Andererseits habe ich hier viele Menschen ins Herz geschlossen, ich hatte mein zuhause, der Weg zur Arbeit dauerte jede Woche ein bischen länger, da mich alle schon kannten und ich somit an jeder zweiten Ecke zum quatschen anhielt und ich hatte hier meine kleine und große Schwestern. 5 Monate habe ich hier mit Petra in einem Zimmer gewohnt, wodurch wir wirklich total zusammen gewachsen sind.

All dies werde ich jetzt hinter mir lassen, ohne zu wissen wann ich genau wieder kommen werde und das ist schon irgendwie echt ein komisches Gefühl und macht einen traurig.

 

Die letzten Wochen habe ich aber nochmal ordentlich genossen.

 

Petra, Pi (ein Freund aus Leverkusen) und ich waren in Ada Foah, einem Ort, wo der Volta-Fluss ins Meer fließt. Hier haben wir in einer Lodge auf einer Landzunge, direkt auf dem Strand geschlafen. Zu dieser mussten wir das letzte Stück ein Motorradtaxi nehmen, da die schmalen Gassen des Dorfes dann doch etwas zu eng für die Trotros sind. Unsere kleine Hütte hatte Sandboden, drei Holzbetten und ein paar Meter von unserer Tür entfernt, standen wir dann auch schon am Flussufer mit Palmen und Hängematten. Auf der anderen Seite der Landzunge war das Meer, an welchem wir abends unsere Bierchen genossen haben. 

 

 

 

Dann hatte ich ja auch Geburtstag und ich durfte das erste mal meinen Geburtstag im Warmen verbringen. Natürlich haben meine Familie und Freunde von zuhause gefehlt, aber trotzdem hatte ich mit einem kleinen Geburtstagsfrühstück, vielen Geburtstagsständchen, chillen am Strand, Pizza essen und Cocktails trinken einen super schönen Tag.

Am Strand Geburtstag feiern könnte ich mir definitiv auch öfters vorstellen.

 

Die ganzen letzten Tage über stand dann schon oft Tschüss sagen an, wir waren nochmal für eine Nacht in Cape Coast und gestern habe ich mich dann auch von den Kids im Waisenhaus verabschiedet. Auch wenn ich mir die Arbeit bis zum Ende hin anders gewünscht hätte, werde ich die Kids und Lehrer echt vermissen.

 

Dancing Crew See Star School Staff  

 

Für gestern Abend waren Esenam, ihre Kids und Jojo eingeladen und Rasheeda hatte lecker gekocht. Nachdem unsere Bäuche voll waren mit Riceballs und Palmnutsoup, haben wir nochmal ordentlich zur ghanaischen Musik durch unser kleines Wohnzimmer getanzt.

 

 

 

Jetzt steht gleich erstmal das letzte Frühstück mit der lieben Petra an und später steht dann packen auf dem Programm. Ich bin wirklich schon gespannt, wie alles so in mein Backpack rein passen wird.

 

Goodbye Ghana, see you soon!

Hello New Zealand!

28Januar
2017

Ja ich sag, eeh ab in den Süden...

Meine letzten drei Wochen sind mittlerweile angebrochen, einfach unglaublich. Aber trotzdem sind wir natürlich jedes Wochenende noch on Tour, auch wenn mein Kopf teilweise schon in Neuseeland ist.

 

Letztes Wochenende waren Petra, Johanna und ich in Cape Three Points, dem südlichsten Punkt Ghanas und gleichzeitig auch einem der schönsten Orte, an denen ich bis jetzt gewesen bin. 

In einer super süßen Lodge, mitten im Nichts haben wir in einem Dorm geschlafen. Von meinem Bett aus hatte ich die direkte Sicht aufs Meer und die Fenster bestanden nur aus Netzen, sodass wir mit Meeresrauschen eingeschlafen und aufgewacht sind. 

An beiden Abenden haben wir uns an einer Schnapschallenge versucht, in welcher wir Palm Wine mit verschiedenen Geschmäckern bekommen haben und mit Hilfe einer Liste, diese erraten mussten. Das ist definitiv noch verbesserungsfähig, aber unseren Spaß hatten wir trotzdem!

  Palm wine lässt grüßen

Samstag sind wir dann am Strand, durch den Wald und quer durch ein Dorf die 300m weit ins Wasser ragende Landzunge entlang spaziert. Ganz an der Spitze steht hier ein Leuchtturm und somit waren wir am südlichsten Punkt Ghanas angekommen. 

 

The most southern point

Die Aussicht von oben war echt Mega! Auf der einen Seite lange, leere Sandstrände, mit der mit Palmen bewachsenen Landzunge in der Mitte. Auf der anderen Seite das weite, offene Meer, mit einer ordentlichen Brandung.

Wir haben eine Zeit lang die Aussicht an der Klippe genossen, bevor wir, wie Freitag auch schon, den Rest des Tages am traumhaft schönen Strand verbracht haben - wirklich wie im Paradies!
Ich muss sagen, mit jedem Wochenendtrip wurden die Strände schöner und ich bin schon gespannt, wie es dann nächste Woche in Ada Foah wird, wo der Volta Fluss ins Meer mündet.

Bambushäuschen mit Hängematten - ein Traum

09Januar
2017

Der Norden - Ein bischen in der Zeit zurück

Zu aller erst wünsche ich euch allen ein frohes, neues und vor allem gesundes Jahr, mit vielen schönen Momenten!kiss

Über Weihnachten und Silvester sind die Schulen für 3 Wochen geschlossen. Das habe ich natürlich direkt mal ausgenutzt, um wieder ein bischen durch die Gegend zu touren. 

Dieses Mal ging es jedoch über Nacht aus dem tropischen Süden in 12 Stunden gut 750km in den extrem trockenen Norden. Für Helene, Mara, Larissa und mich sah für insgesamt 10 Tage die Umgebung somit etwas anders aus.

In unseren Wintermonaten ist hier in Ghana die Trockenzeit, in welcher der Harmattan Wind, ein sehr trockener Wind aus der Sahara, über das Land zieht.
Durch die Nähe zur Sahel Zone im Norden sind die Auswirkungen der Trockenzeit deutlich extremer. Nachts ist es mit 22 Grad relativ kühl, was uns echt immer zum Frieren gebracht hat, da wir diese Temperaturen einfach nicht mehr gewohnt sind.Tagsüber hingegen wird es dann hingegen mit 37 Grad aber ziemlich warm.
Durch die staubige, trockene Luft (14% Luftfeuchtigkeit) ist die Sicht sehr eingeschränkt und die Sonne geht abends langsam im Staub unter. Diese Sonnenuntergänge waren wirklich unglaublich schön und ich konnte mich jeden Abend neu dafür begeistern.
Die anderen Wetterbedingungen wirken sich natürlich auch auf die Pflanzenwelt aus und statt tropischem Regenwald ist hier eher Savanne aufzufinden.

  Die Frostbeulen sind angekommen

 

Abgesehen von der Natur gibt es dort oben aber auch andere Unterschiede.
Der Norden ist islamisch geprägt, es gibt nur wenige Städte, aber dafür viele kleine Dörfer aus Lehmhütten, die oft im Kreis angeordnet sind. Alle paar hundert Meter kommt man an einer Wasserpumpe vorbei und andere weiße Menschen trifft man fast gar nicht mehr. 
In dieser Gegend lernt man eher das traditionelle Ghana kennen, wo die Entwicklung gefühlt einfach irgendwann gestoppt hat. Anstatt von Autos sind dort größten Teils Motorräder unterwegs und unsere Taxis waren Tuk Tuks, wie in Asien. Ebenso wurde es dann auch schwieriger, sich mit Englisch zu verständigen.

  Ein typisches kleines Dörfchen Tuk-Tuk in Ghana

 

Unser erster Stop im Norden war zunächst Wa, eine kleine, süße Stadt in der Upper West Region. Sie ist eine typisch islamische Stadt, in welcher die Stimmung durch die wenigen Autos und die andere Religion echt anders und einfach viel entspannter ist. Normalerweise darf man als Ungläubiger Moscheen nicht betreten. Wir hatten jedoch Glück und durften, nach einer kurzen Vorstellung beim "Ältesten", in eine Moschee rein und sogar auch oben auf das Minarett. Dort hatten wir dann eine super tolle Aussicht über die umliegende Wellblechlandschaft.

  Der Königspalast von Wa Blechdach neben Blechdach über Blechdach

 

Als nächstes waren wir im Hippo Sanctuary am Black Volta Fluss in Wechiau, direkt an der Grenze zu Burkina Faso. Früh morgens sind wir auf dem Black Volta lang geschippert, haben zwischendurch mal kurz Burkina Faso betreten und waren dann super nah an den Hippos. Das war echt mega cool, die Tiere mal in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, jedoch auch echt gruselig, wenn man weiß, wie gefährlich sie sind. 

  Einer der schönsten Märkte, die ich bis jetzt gesehen habe Unser Transportmittel für gut 70km zum Hippo Sanctuary und zurück Auf dem Black Volta

Burkina Faso

Ein anderes tolles Erlebnis war ein spontaner Besuch in einem kleinen Lehmdorf. In diesem wurden wir am Ende sogar bei Dämmerung von der Dorfältesten auf ihre Lehmhütte eingeladen und haben dort oben ein bischen zusammen gechillt. Mal wieder so ein Moment, den man einfach nicht wirklich realisiert.

  Und rauf auf die Lehmhütte

 

Die Tage um Silvester haben wir in Tamale verbracht, der größten Stadt in der Northern Region und auch generell im Norden, bevor es anschließend nach Larabanga und zum Mole Nationalpark ging.

In Larabanga haben wir uns die älteste Moschee Ghanas angeschaut, dieses Mal jedoch leider nur von außen.

Krokodile teilen sich den See mit spielenden Kindern, kein Problem

Moschee von Larabanga

 

Am nächsten Tag ging es dann auf Safari und wir sind mit dem Jeep, als auch zu fuß durch den Nationalpark gezogen. Hier hat mir jedoch Letzteres definitiv besser gefallen. Es war einfach spannender, den Elefanten, Antilopen, Affen und Warzenschweinen direkt durch den Busch zu folgen. Echt ein cooles Gefühl, wenn einen nur noch ein paar Schritte trennen. Zwischen den Safaris haben wir es uns am Pool einer Lodge im Park gut gehen lassen und die Elefanten in der Ferne beobachtet.

That View!!!

Töröööö

Zu Fuß durch den Busch Unser Guide Warzenschweinchen

Sonnenuntergang im Mole Nationalpark

Nach einem Zwischenstopp in Kumasi sind wir zum Abschluss dann nochmal spontan nach Kokrobite an die Küste und haben den sommerlichen Januar am Strand genossen, bevor es nach 8 verschiedenen Unterkünften, rund 2000km Trotro fahren und mit vielen neuen Eindrücken zurück nachhause ging.

Ich muss sagen, unsere Route war nicht gerade sinnvoll und wir haben einige überflüssige Trotrofahrten hinter uns gebracht. Aber es hat sich gelohnt und ich bin froh, jetzt auch die andere Seite Ghanas zu kennen.

 

Kreuz und quer durch Ghana

20Dezember
2016

Ein Stelzendorf im Meer aus Palmen

Da seit Freitag für alle Schulen Ferien sind und auch Petra jetzt Urlaub hat, haben wir dieses Wochenende genutzt und sind von Freitag bis Montag nach Busua 260 km westlich von Accra gefahren.

Nach einer 8-stündigen Fahrt sind wir in unserer kleinen afrikanischen Rundhütte, des Alaska Beach Resort, direkt am Strand angekommen.

  Unsere kleine Rundhütte Menschenleerer Strand

Samstag haben wir uns früh morgens, nach einem frisch gepressten Mango-Ananas-Orangen Saft und Bananen-Schoko Pfannkuchen auf den Weg zum Stelzendorf Nzulezo in Beyin, an der Grenze zur Elfenbeinküste gemacht.

Sonnenaufgang am Strand Lecker, lecker Frühstück Überall Palmen

In Beyin sind wir dann aufs Kanu umgestiegen und mussten noch mit unserem Guide Charles für gut eine Stunde über einen Kanal paddeln.

Anfangs habe ich mich wirklich noch so gefühlt, als wäre ich gerade in Schweden oder Norwegen, doch nach kurzer Zeit sah alles dann doch mehr nach Dschungel aus und wir fuhren vorbei an Palmen, Palmen und noch mehr Palmen.

  Charles, unser Guide Oder bin ich vielleicht doch in Schweden?

Seelilien-Ketten von Charles

Das Stelzendorf wurde vor 600 Jahren erbaut und ist seitdem immer mehr gewachsen. Heute leben dort ca. 500 Menschen, es gibt eine eigene Schule und drei Kirchen.

Über einen "Hauptsteg" konnten wir durchs Dorf laufen, von welchem immer kleine Abzweige nach links und rechts zu den vielen kleinen Häusern führen und es ist wirklich schön zusehen, wie alle, so friedlich und ohne Sorgen, zusammen leben. Hier ist der Stress und Konkurrenzkampf vom Festland definitiv noch nicht angekommen. Die Kinder toben durch die Gegend, gewaschen wird sich im See und ein Teil arbeitet als Fischer oder als Bauer auf dem angrenzenden Land.

  Das Stelzendorf Nzulezo Die Gerade Häuser hat ja auch jeder :D

Mit eindeutig zu viel Sonne und zu wenig Wasser für unseren Körper, kamen wir mit brummenden Köpfen von unserem Kanutrip zurück und fanden zum Glück direkt ein Taxi nach Busua.

So viel Glück hatten wir dann nur leider doch nicht, da wir nach kurzer Zeit immer langsamer wurden und mitten im Nichts stehen geblieben sind. Der Sprit war leer! Wir durften dann also winkend am Straßenrand auf die nächste Mitfahrgelegenheit warten, während sich unser Fahrer zufuß auf den Weg zur nächsten Tankstelle gemacht hat.

Nach einem ziemlich anstrengenden Samstag, wurde der Sonntag dafür umso entspannter. Der breite Strand in Busua ist wirklich traumhaft schön und menschenleer, sodass wir den ganzen Tag dort verbracht haben und auch abends noch den 4. Advent mit unserem ganz besonderen Adventskranz am Strand gechillt haben. laughing

Unser ganz spezieller Adventskranz

 

Ich wünsche euch allen ein schönes und gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!! kiss

13Dezember
2016

Klassenfahrtfeeling in Cape Coast

Als nächstes Reiseziel stand vergangenes Wochenende Cape Coast auf unserem Plan.

Wie immer haben wir uns ins Trotro gesetzt, mussten dieses Mal jedoch leider über 1,5 Stunden warten, bis das gute Ding dann auch los gefahren ist. Während unserer Wartezeit kam ein Mann zu uns ins Trotro, der für uns knapp eine Stunde gebetet und gepredigt hat.  Dabei fühlt man sich jedoch wirklich eher, als würde man durchgängig angeschrien werden, da die Prediger immer mit ganz viel Elan dabei sind. Das macht dann das Warten nicht unbedingt angenehmer…

Abgesehen davon, dass Trotros echt eher für kleinere Menschen gebaut sind, es für mich immer wieder eine neue Herausforderung ist, die Beine unterzubringen und es somit echt nicht gerade bequem ist, mag ich unsere Touren mit dem Trotro wirklich gerne. Man wird zu ghanaischer Musik durch die Gegend geschaukelt, kann aus dem Fenster gucken und quatscht ab und zu mal mit den Mitreisenden. Wenn man Hunger oder Durst bekommt, warten an jeder Kreuzung Frauen, mit Getränken, Kochbananen-Chips, Eis und anderen Kleinigkeiten auf dem Kopf auf einen und bedienen einen durchs Fenster. Was will man mehr?!

In Cape Coast haben wir dann mal wieder in einem traumhaften Hotel, unter Deutsch-Türkischer Leitung, mit vielen kleinen afrikanischen Hütten und direkt am Strand gewohnt. Etwas witziger wurde es dann aber dadurch, dass wir in einer 10er Hütte geschlafen haben und wir dadurch mit Holländerinnen, Franzosen, einer Finnin und auch einem aus Accra zusammen gewohnt haben. Petra und ich haben uns jeder ein Bett ausgesucht, welche zwei Franzosen aber auch ganz ansprechend fanden und somit besetzt waren, als wir nach unserem Strandnachmittag wieder gekommen sind. Wie früher auf Klassenfahrt wurde dann erstmal kurz bequatscht, wer denn am liebsten wo schlafen würde. Nach diesem Wochenende freue ich mich jetzt schon auf meine Zeit in Neuseeland, wo ich ja wohl öfters mal so untergebracht sein werde.

Unsere 10er Hütte

Freitagabends fand in unserem Hotel  überraschender Weise eine Schaumparty zu Elektromusik statt, zu welcher auch viele andere Freiwillige und Einheimische gekommen sind. I say disco, you say party! Disco, disco! Party, party!

Unser Programm für Samstagvormittag war dann der Kakum Nationalpark, welcher aus 375km2 tropischem Regenwald besteht und für viele Vögel und auch Affen, Antilopen und Elefanten ein Zuhause bietet. Diese bekommt man jedoch nur mit riesigem Glück zu Gesicht. Und so ein Glück hatten wir natürlich leider nicht… Auf dem Canopy Walk, einem Rundgang über sieben Hängebrücken, hatte man dann aber eine ganz nette Aussicht, wobei ich definitiv schon beeindruckendere Nationalparks gesehen habe.

Kakum Nationalpark Canopy Walk

Beeindruckend oder eher schockierend hingegen war dann  die Besichtigung des Cape Coast Castle, eine Burg der Briten, welche früher zu den größten Sklavenumschlagsplätzen der Welt gehörte. In einer Führung wurden uns unter anderem die kleinen Kerker gezeigt, in denen teilweise 1000 Sklaven auf ca. 100m2 und ohne Licht für mehrere Monate eingesperrt waren, bevor sie auf die verschiedenen Schiffe verladen wurden. Über uns sind mit der Zeit dann dicke Regenwolken aufgezogen, was einfach total zur Stimmung im Castle passte.

Ein Fischerdörfchen hinter dem Castle

 

Ansonsten haben wir es uns in den Hängematten mit Blick aufs Meer gut gehen lassen, viele nette Menschen kennen gelernt und morgens schön unter Palmen geduscht.

Samstag haben wir dann noch herausgefunden, dass unser ghanaischer Zimmergenosse sogar aus Accra kommt und mit seinem eigenen Auto da war. Somit hatten wir eine unterhaltsame Fahrt in unserem privaten, kostenlosen Taxi zurück nachhause. Was ein Luxus!!

 

 

Leckerste Ananas!! Jetzt nur noch die Hände weg... Definitiv mein Lieblingsplatz! Frischer Ananassaft und Pancakes zum Frühstück im Café nebenan

 

 

Übrigens bin ich nicht nur unterwegs, sondern arbeite natürlich auch weiterhin unter der Woche noch in den Schulen und im Waisenhaus. Jedoch gibt es davon einfach nicht so super viel zu erzählen. Ich koche, helfe den Kindern bei ihren Aufgaben, unterrichte ab und zu, spiele Spiele mit ihnen, lese ihnen vor und schenke ihnen meine Aufmerksamkeit. Zwischen diesen ganzen Sachen ist leider auch viel Rumsitzen angesagt. Genauso, wie es die anderen Lehrer eben auch tun.

Ursprünglich hatte ich mich ja auch im Waisenhaus beworben und das wirklich ganz bewusst. Dass ich hier jetzt den größten Teil meiner Zeit in Schulen verbringe, war nicht mein Plan, da ich wirklich einiges aufzählen könnte, das mir mehr Spaß macht, als Unterrichten.

Ich fühle mich trotzdem super wohl, liebe die Kinder und verstehe mich super mit den Lehrern, so ist es nicht. Ich mache nur einfach nicht die Aufgaben, die ich dachte und hätte ab und zu gerne mehr das Gefühl wirklich gebraucht zu werden.

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